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A Scottish Christmas

Ein schottisches Weihnachtskonzert-Programm von und mit
Quest bzw. Rebel's Menuet

Quest hat aus seinem Repertoire historischer Folkmusik ein Programm zusammengestellt, das sich aufgrund des besinnlichen Charakters seiner Melodien hervorragend zur Aufführung in der Weihnachtszeit eignet.

Historische schottische Musik mit festlichem Charakter

Es handelt sich um vorwiegend schottische Musik des 18.und frühen 19. Jahrhunderts, in der traditionelle schottische Melodien der Highlands & Lowlands mit Stilelementen der Barockmusik verschmelzen. Das Ergebnis ist eine sehr festliche, majestätische und gefühlsbetonte Musik.
Verschiedene Dudelsäcke- und Flöten wechseln sich ab, ggf. im Duett mit Geige oder Bratsche.
Zur Auflockerung können einige Stücke aus dem Tanzmusikrepertoire gespielt werden.

Bekanntes Schottisches Weihnachtslied

"Weihnachtslieder" als solche gibt in der schottischen Tradition eigentlich nicht, da im calvinistischen Schottland das Weihnachtsfest bei Weitem nicht dieselbe Bedeutung hatte wie z. B. in Deutschland.
Als seltene Ausnahme spielen wir die traditionelle Melodie "Bunessan" von der Insel Mull, auf die das Weihnachtslied "Leanabh an aigh" ("Child in a manger", " Kind in einer Krippe") gesungen wird. Geschrieben wurde dieser Text von Mary MacDonald aus Mull (Mairi Dhughallach, bean Neil Dhomhnullaich ann an Ard Tunna, 1789-1872).
Diese wunderschöne Melodie ist weltweit mit einem alternativen Text als "Morning has broken" von Cat Stevens bekannt gemacht worden.

Jakobitische Weihnachtslieder

Einige Stücke, die heutzutage als "Weihnachtslieder" bekannt sind, entstanden zur Zeit der schottischen Jakobitenaufstände von 1715 und 1745, was ihren emotionalen Charakter erklärt.
1. "Adeste Fidelis", ca. 1743 vom englischen Jakobiten John Francis Wade geschrieben, ist ein getarntes Propaganda-Lied auf den Prinzen Charles Edward ("Bonnie Prince Charlie") aus der vertriebenen Königsfamilie der Stuarts.
und
2. "See, the conqu'ring hero comes" von Georg Friedrich Händel ist bei uns bekannt mit dem Text "Tochter Zion, freue Dich". Dieses Lied stammt ursprünglich aus Händels Oratorium "Joshua", später in fügte er es ein in "Judas Maccabaeus".
Händel schrieb es als Loblied auf Herzog William August von Cumberland, nachdem dieser 1746 Charles Edward Stuart und die Jakobiten besiegt hatte.

Darüber hinaus können Wünsche jeglicher Art natürlich geäußert werden!

Historische Musik auf historischen Dudelsäcken

Da weihnachtliche Musik meist recht alt ist, sind die hier verwendeten Instrumente sind weitgehend Nachbauten historischer Originale:
Quest spielt neben einer Querflöte aus rotem Jamaikaebenholz mit Silberklappen und einer Buchsbaum-Whistle in diesem Programm bis zu vier Sackpfeifenarten:
Neben der Querflöte stehen natürlich die schottischen Dudelsäcke im Zentrum dieses Programmes.

Highland Bagpipe

Quest spielt eine "Great Highland Bagpipe" in der Bauart des 18. Jahrhunderts, entweder mit einer Spielpfeife der heute noch beliebten B-Stimmung, oder mit einer, die einem nach der Vorlage eines Originalinstrumentes von 1785 gebaut ist. Dieses Instrument klingt einen Halbton tiefer und etwas milder als heutige Highland-Pipes.
Welche dieser beiden Melodiepfeifen zum Einsatz kommt entscheidet sich nicht zuletzt nach den akustischen Gegebenheiten des Auftrittsortes.
Bei schwierigen akustischen Bedingungen kann eine ½- oder ¾-Size-Highland-Bagpipe verwendet werden, wie sie 1760 von Joseph MacDonald beschrieben wurde.

Border-Pipe nach 1740

Der "Star" des Instrumentariums ist eine "Border-Pipe", historisch "Reel-Pipe" genannt, gebaut aus Pyrenäen-Buchsbaum nach Plänen von ca. 1740.
Tonumfang, Klangfarbe und Spieltechnik sind wie die der "Highland Bagpipes", aber viel leiser und milder.

Union-Pipe

Eine "Union-Pipe", auch bekannt als "Uilleann-Pipe" oder Irish Pipes (Half-Set) Diese Sackpfeife hat sich ab ca. 1760 aus den "Pastoral-" oder "New Bagpipes" entwickelt, einem Instrument der städtischen Oberschicht in ganz GB und Irland. Die Union-Pipes spielen über zwei oktaven und haben Silberklappen für alle Halbtöne. Dem "Half-Set" fehlen die Harmoniepfeifen "Regulators".

Scottish Smallpipes

Eine "Scottish Smallpipe" in C, gebaut in Anlehnung an die "Montgomery-Smallpipe" von 1757. Die Smallpipes sind eng verwandt mit der französischen "Musette de Cour" und dem norddeutschen Hümmelchen
Sie unterscheiden sich von den anderen Sackpfeifen dadurch, dass ihre Spielpfeifen eine zylindische Bohrung statt einer konischen haben. Durch ihren sanften und tiefen Klang sind sie gut zur Gesangsbegleitung geeignet.

Schäferpfeife

Eine "Schäferpfeife" oder "Cornemuse", also eine französische Sackpfeife, wie sie in dieser Stimmung (G) im zentralfranzösischen Berry und in diesem Design in Flandern seit dem 16. Jh. bis heute gespielt wird. Ein ganz ähnliches Instrument ist in Deutschland um 1700 ausgestorben.

Duo Rebel's Menuet

Für Quest ist es erfreulich, wenn er so oft wie möglich zusammen mit Johanna Wildhack auftreten kann. Sie spielt Barockvioline und Viola, ggf auch Nyckelharpa.